Potsdam: Museum zeigt Zukunftsplätze von Jugendlichen in Sonderschau „Platz da!“

Museum Barberini mit dem gepflasterten Platz davor
Museum Barberini am Alten Markt (Symbolbild) · Foto: geradepassiert-potsdam.de

Jugendliche der 12. Klasse der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Gesamtschule haben sich im Projekt „Platz da!“ damit auseinandergesetzt, welche öffentlichen Räume sie brauchen, wo sie sich wohl und sicher fühlen und wie Plätze gestaltet sein sollten, damit sie diese gerne nutzen. Die Ergebnisse zeigt das Potsdam Museum vom 7. Oktober 2026 bis zum 3. Januar 2027 in der Sonderschau „Platz da! – Jetzt sprechen wir. Jugendliche entwerfen ihre Zukunftsplätze“.

Projekt im Rahmen von „Labs4Future“

Das Jugendprojekt wurde vom Potsdam Museum begleitend zur aktuellen Sonderausstellung „Platz____für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945-2025“ entwickelt und koordiniert. Es entstand im Rahmen der Initiative „Labs4Future“ des bundesweiten Förderprogramms „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Im Zentrum der Schau stehen drei interaktive Modelle, in denen die Wünsche und Visionen der jungen Menschen für die öffentlichen Räume in Potsdam audiovisuell erlebbar werden. Fotografien, Skizzen und Audioaufnahmen geben Einblicke in den Entstehungsprozess und zeigen, wie aus ersten Ideen durchdachte und kreative Zukunftsvisionen für den öffentlichen Raum erarbeitet wurden. Die Ausstellung lädt außerdem Besuchende dazu ein, eigene Wünsche und Ideen für die Gestaltung des Stadtraums einzubringen und Beteiligungsmöglichkeiten in der Stadt kennenzulernen.

Stimmen zur Ausstellung

Torsten Wiegel, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Landeshauptstadt Potsdam, erläutert: „Mit der Sonderschau werden die Ideen der Jugendlichen öffentlich sichtbar. Sie werden dokumentiert und der Stadt als Ideensammlung zur Verfügung gestellt. Das ist gelebte Beteiligung und kann eine wichtige Erfahrung von Selbstwirksamkeit sein.“

Emely, Teilnehmerin des Projektes und Ko-Kuratorin, sagt: „Durch das Projekt haben wir das Gefühl bekommen, dass die Stadt versucht, Jugendliche miteinzubeziehen. Wir freuen uns über die Möglichkeit, unsere Ideen einzubringen.“

Thomas Steller, Direktor des Potsdam Museums, sagt: „Für mich ist das ein wichtiger Beitrag kultureller Bildung und Demokratiebildung.“

Marie Sinde, Ko-Kuratorin und wissenschaftliche Volontärin am Potsdam Museum, erläutert: „Ihre Ideen für die Zukunftsplätze von Potsdam reichen von Orten für Freizeit und Gemeinschaft bis hin zu Safer Spaces und Rückzugsorten für junge Menschen, die sich zu Hause nicht sicher oder wohlfühlen.“

Ideensammlung für die Verwaltung

Um die Ergebnisse auch über die Laufzeit der Ausstellung hinaus zu sichern, werden die Wünsche und Ideen der Jugendlichen mit Unterstützung des Kinder- und Jugendbüros dokumentiert und als Ideensammlung den zuständigen Verwaltungsbereichen der Landeshauptstadt Potsdam zur Verfügung gestellt.

Das Projekt wurde von Manuela Neels und Paula Leppin des Kinder- und Jugendbüros Potsdam begleitet und durch Grit Sujata, Medienpädagogin der Medienwerkstatt Potsdam, und proWissen Potsdam e.V. unterstützt.

Quelle: Stadt Potsdam