Potsdam: Online-Workshop-Reihe zum KI-Einsatz in der Doktorarbeit

Kolonnade und Communs am Neuen Palais mit Statuen auf der Balustrade
Kolonnade an den Communs (Symbolbild) · Foto: geradepassiert-potsdam.de

Wie lässt sich KI während der Promotion und im akademischen Alltag effektiv einsetzen – und wo liegen die Grenzen und Grauzonen? Darum geht es in der Online-Workshop-Reihe „Einsatz von KI in der Doktorarbeit“ (EN) mit Dr. Johanna Scheel. Die Reihe wird vom Promotionskolleg Brandenburg (Brandenburg Graduate School for Applied Sciences) unterstützt.

Die Teilnehmenden erkunden verschiedene KI-Anwendungen praxisnah und wenden sie auf konkrete Aufgaben aus ihrer eigenen Forschung und akademischen Arbeit an – von der Strukturierung und Analyse von Daten über die Arbeit mit Texten bis hin zur Organisation ihrer Arbeit.

Thematisiert werden zudem Datenschutz, rechtliche und institutionelle Anforderungen sowie Forschungsintegrität und gute wissenschaftliche Praxis, einschließlich der Frage, wie der Einsatz von KI dokumentiert und angemessen zitiert werden kann. Die Teilnehmenden sind dazu ermutigt, eigene Erfahrungen, Fragen und Beispiele einzubringen. Ziel ist es, Vertrauen in den verantwortungsvollen und effektiven Einsatz von KI als Werkzeug zu schaffen und dabei die wissenschaftliche Integrität, den individuellen wissenschaftlichen Beitrag und die Eigenverantwortung zu wahren.

Auftakt am 16. Oktober 2026

Der Kick-off-Workshop „Grundlagen und Rahmenbedingungen der KI in der Promotion (Auftakt)“ findet am 16.10.2026 von 09:00 bis 13:00 Uhr statt. Behandelt werden die Grundprinzipien generativer KI, ihre Möglichkeiten und Grenzen sowie Datenschutz und rechtliche Rahmenbedingungen. Anhand von Fallstudien geht es außerdem um Grauzonen, Transparenz, Dokumentation und wissenschaftliche Verantwortung. Anschließend folgt eine Einführung in die Grundlagen der Prompt-Erstellung.

Vier Deep Dives im November und Dezember

Die vertiefenden Module können einzeln gebucht werden; die Teilnahme am Kick-off-Workshop im Oktober ist jedoch Voraussetzung. Alle Deep Dives dauern von 09:00 bis 11:00 Uhr.

Am 02.11.2026 geht es in „Dokumentation des KI-Einsatzes – Nachweis und persönlicher Nutzen (Deep Dive 1)“ um transparente und systematische Dokumentation. Die Teilnehmenden erstellen eine persönliche Bibliothek mit Prompts und Kontexten.

Am 06.11.2026 behandelt „KI und GSP, Forschungsintegrität, Dequalifizierung (Deep Dive 2)“ Fragen der Urheberschaft, Transparenz und akademischen Verantwortung sowie kognitive Entlastung und Dequalifizierung. Die Teilnehmenden entwickeln persönliche Leitlinien für den Umgang mit KI.

Am 27.11.2026 steht „Context Engineering / Kontextmanagement (Deep Dive 3)“ auf dem Programm. Die Teilnehmenden lernen, relevante Informationen auszuwählen und für KI lesbar aufzubereiten, und bauen eine persönliche Kontextbibliothek auf.

Am 04.12.2026 entwickeln die Teilnehmenden in „Eigene KI-Assistenten/Tutoren entwickeln (Deep Dive 4)“ anhand einer Prompt-Vorlage einen eigenen KI-Assistenten oder KI-Tutor, testen ihn und reflektieren Möglichkeiten, Grenzen und Verantwortlichkeiten. Eine kurze Einführung in KI-Unterstützung und agentische KI gibt einen Ausblick.

Quelle: FH Potsdam