Potsdam: Filmuni-Produktionen laufen bei DOK Leipzig 2026

Stele „Filmmuseum Kino“ vor dem Marstall, daneben eine Haltestelle
Filmmuseum Potsdam (Symbolbild) · Foto: geradepassiert-potsdam.de

Die 69. Ausgabe von DOK Leipzig findet vom 26. Oktober bis 1. November 2026 statt. Das Festival hat die Filme der Wettbewerbe 2026 bekanntgegeben: Insgesamt 76 Filme, darunter 30 Weltpremieren, konkurrieren in den vier Wettbewerben um die Goldenen und Silbernen Tauben. Das Programm umfasst 29 Debütfilme. Wettbewerb und Rahmenprogramm geben auch in diesem Jahr einen Einblick in das Schaffen von Studierenden und Alumni der Filmuni.

Filmuni-Filme in den Wettbewerben

Im „Internationalen Wettbewerb Animationsfilm“ feiert der Animationsfilm TUTARO von Animationsregisseurin und Filmuni-Alumna Anne Isensee Premiere. Ein Eigelb löst sich von seinem Ursprung und taucht in eine Welt der Exzesse ein. Im Rausch aus Versuchung und Maßlosigkeit überschreitet es jede Grenze – bis zum Kollaps.

Im „Deutschen Wettbewerb Dokumentarfilm“ werden acht Langfilme präsentiert, darunter ÜBERGANG des Regieduos Peter Badel und Chris Wright, beide Alumni der Filmuni. Der Langfilm erweckt Thomas Heises unveröffentlichte Archive und Fragmente seines geplanten, wenn auch nie vollendeten „Heimatfilms“ zum Leben. Der Kinostart ist am 15. November.

Ebenfalls in dieser Kategorie konkurriert der 76-Minüter KINDESMUTTER von Konrad Schlaich (Studiengang Regie) und feiert Weltpremiere. Er handelt von einer jungen drogenabhängigen Mutter, die darum kämpft, für ihre 14-jährige Tochter ein Vorbild zu werden. ÜBERGANG und KINDESMUTTER starten zudem in der Kategorie „Fokus Ost“.

Zu den zwölf dokumentarischen Kurzfilmen im „Deutschen Wettbewerb Dokumentarfilm“ gehört HALLO DEBUS von Regiestudentin Rosa Gocht. Ein Vater gibt auf dem Anrufbeantworter des Sohnes Bestellungen auf, der wiederum zu einem Stillleben erstarrt. Überforderung und Ohnmacht münden in eine absurde Verwandlung.

In „Young DOK“ werden Dokumentar- und Animationsfilme für junges Publikum gezeigt. Ausgewählt wurde der Kurzfilm ZWEI FLÜSSE von Filmuni-Alumnus Felix Maria Bühler. Er handelt von Szymon und Franek, die nahe der Oder, dem Grenzfluss zwischen Polen und Deutschland, leben. Jeden freien Moment verbringen sie im Skatepark, wo sich alle treffen, ganz gleich, woher sie kommen.

Rahmenprogramm mit DOK Preview Germany

Am 26. Oktober 2026 findet im Rahmen von DOK Industry erneut die DOK Preview Germany statt, eine Gemeinschaftsproduktion von German Films und DOK Leipzig, unterstützt von AG DOK. Auf dieser Plattform für deutsche Dokumentarfilme in Spielfilmlänge, die sich in der Endphase der Produktion befinden, präsentiert Mimi Zak ihr Projekt UNMADE IN GERMANY. Sie studiert seit 2023 Dokumentarfilmregie im Masterstudium an der Filmuniversität.

Filmuni-Professorin Susanne Binninger stellt am 26. Oktober in einer Podiumsdiskussion die von ihr herausgegebene Analyse „Zwischen Zielgruppenorientierung und Auftrag. Die Entscheidungsstrukturen der ARD und die Entwicklung des dokumentarischen Programms im Streaming-Zeitalter“ vor. Am 30. Oktober folgt in Kooperation mit dem Transferbereich der Filmuni die Veranstaltung „Wege in die Dokumentarfilmbranche – Zwischen eigenen Projekten, Aufträgen und neuen Formaten“.

Im HGBxDOK Film School Screening am 28. Oktober wird die Filmübung DENKST DU AUCH, WAS ICH DENK, COUSENG? von Regie-Studentin Lotta Becker gezeigt. Wenn Rupi rappt, wird es still um ihn. Mit seinem Bruder Tando und den Cousins Nero und Elgo trifft er sich fast täglich im Jugendclub. Als Jungs aus Chb schreiben und rappen sie über Liebe, Geld und ihren Alltag.

Quelle: Film Uni