Aufgrund der bekanntgewordenen Vorfälle von Jugendgewalt und Jugendkriminalität in Potsdam hat die Landeshauptstadt Potsdam eine Taskforce Jugendgewalt eingerichtet. Sie soll ein abgestimmtes und schnelles Handeln bei aktuellen Vorfällen ermöglichen. Darüber informierte der Fachbereichsleiter Ordnung und Sicherheit, Dr. Karsten Lauber, heute den Ausschuss für Ordnung, Sicherheit und Katastrophenschutz.
Die Taskforce soll eng mit der jüngst gegründeten Arbeitsgruppe „Jugendgewalt und Jugendkriminalität“ im Netzwerk „Sicherheit in Potsdam“ zusammenarbeiten. In dieser sind insbesondere Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendhilfe und Stadtverwaltung vertreten.
Wöchentliche Treffen und Lagebild
Die Taskforce trifft sich ab sofort mindestens wöchentlich, um insbesondere das Jugendamt, die Ordnungsbehörde und das Netzwerk „Sicherheit in Potsdam“ zusammenzubringen. Je nach Lage können weitere interne Stellen der Verwaltung hinzugezogen werden. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Informationen zusammenzuführen und bei schwerwiegenden Vorfällen schnell und koordiniert zu handeln.
Grundlage ist ein fortlaufend aktualisiertes Lagebild. Es bündelt relevante Informationen zu aktuellen Vorfällen, maßgeblich aus der Jugendhilfe, etwa den Meldeketten in Jugendclubs, sowie von der Polizei. Bei konkreten Anlässen sollen kurzfristig Fallkonferenzen einberufen werden, um die Situation zu bewerten und Sofortmaßnahmen festzulegen, etwa die stärkere Bestreifung bestimmter Areale durch das Ordnungsamt. Bestehende Präventions- und Unterstützungsangebote für Opfer von Gewalt sollen stärker sichtbar gemacht werden.
„Wir nehmen die aktuellen Entwicklungen sehr ernst und wollen auf die schwerwiegenden Vorfälle schnell, entschlossen und abgestimmt reagieren. Niemand sollte in unserer Stadt Angst haben müssen, dass sie oder die eigenen Kinder Opfer von Gewalt werden“, erklärt Oberbürgermeisterin Noosha Aubel. Gleichzeitig wolle man Präventionsangebote verstärken, um Gewalt und Kriminalität unter Jugendlichen nachhaltig vorzubeugen.
Arbeitsgruppe im Netzwerk „Sicherheit in Potsdam“
Die Arbeitsgruppe „Jugendgewalt und Jugendkriminalität“ konstituiert sich in dieser Woche. Ihre Einrichtung wurde bereits Ende August durch den Lenkungsausschuss des Netzwerks unter Leitung der Oberbürgermeisterin und in Abstimmung mit Polizei und Staatsanwaltschaft beschlossen.
In der Arbeitsgruppe kommen Vertreterinnen und Vertreter des Jugendamtes, des Ordnungsamtes, des Netzwerkes „Sicherheit in Potsdam“ sowie freier Träger der Jugendhilfe, Polizei und Staatsanwaltschaft zusammen. Sie soll bestehende Präventionsangebote vernetzen, mögliche Lücken identifizieren und gemeinsame Handlungsmöglichkeiten zur Verhinderung von Jugendgewalt und Jugendkriminalität entwickeln. Über die Ergebnisse wird regelmäßig im Jugendhilfeausschuss berichtet.
Prävention vor Ort stärken
Die Landeshauptstadt Potsdam wird mit freien Trägern der Jugendhilfe Gespräche führen, um die Sichtbarkeit und Präsenz der Jugend- und Jugendsozialarbeit zu erhöhen. Das gilt insbesondere in jenen Stadtgebieten, die im gemeinsamen Lagebild als Schwerpunkte identifiziert werden.
Quelle: Stadt Potsdam







