Potsdam: Erster Preis für Stadtplatz am Brauhausberg im Wettbewerb „Gärten im Land Brandenburg“

Hohe Fontäne eines Springbrunnens in einer Parkanlage
Fontäne im Schlosspark (Symbolbild) · Foto: geradepassiert-potsdam.de

Die Landeshauptstadt Potsdam hat heute für den neugestalteten Stadtplatz am Brauhausberg den ersten Preis in der Kategorie „Schönste Parkanlage“ im Wettbewerb „Gärten im Land Brandenburg“ erhalten. Vertreter des Bereichs Grünflächen waren bei der Preisverleihung in Nauen, um die Anerkennung entgegenzunehmen.

Der Preis wurde vom Fachverband Garten-, Landschafts-, und Sportplatzbau Berlin Brandenburg e.V. ausgelobt und steht unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Agrar- und Umweltministerin Hanka Mittelstädt.

Wettbewerb „Ab ins Grüne“

Unter dem Motto „Ab ins Grüne“ wurden öffentliche Grünflächen und private Gärten gesucht, die die Belange von Naturschutz und gesunder Lebensqualität für die Bevölkerung gestalterisch berücksichtigen. Die Landeshauptstadt Potsdam hatte sich mit der öffentlichen Grünfläche „Stadtplatz am Brauhausberg“ an der Albert-Einstein-Straße 1 beworben.

Gestaltung des Stadtplatzes

Der Stadtplatz vereint eine hohe gestalterische Qualität, ein nachhaltiges Regenwassermanagement und eine hohe Artenvielfalt in der Bepflanzung. Auf Teilflächen des ehemaligen Schützenplatzes entstand nach dem Umbau des Leipziger Dreiecks der rund 3.000 Quadratmeter große Stadtplatz. Er gliedert sich in drei Teilflächen und überbrückt terrassenartig die circa acht Meter Höhenunterschied.

Die obere Platzfläche knüpft mit ihrer sehr grünen Prägung bewusst an den ehemaligen Schützengarten an. Die mittlere und untere Platzfläche entwickeln sich zu offenen urbanen Aufenthalts- und Begegnungsräumen.

Verwendet wurden robuste, langlebige sowie zeitlose Materialien wie Natursteinpflaster, wassergebundene Wegedecken, Cortenstahlwände sowie Sitzmöbel aus Stahl und Holz.

Altbäume, Schautafeln und Regenwassermanagement

Der wertvolle Altbaumbestand blieb erhalten und bildet das identitätsstiftende Gerüst der neuen Anlage. Klimaresiliente Neupflanzungen ergänzen den Baumbestand und schaffen einen Freiraum, der sich im Wechsel der Jahreszeiten stetig verändert, biodiverse Flächen für die Tierwelt bietet und zugleich die historische Identität des Ortes bewahrt.

Als besondere Ausstattungselemente erhielt der Platz drei Schautafeln mit Bezug zur städtebaulichen Platzgeschichte, der ehemaligen Kindl-Brauerei sowie zum Wegekreuz der Europawanderwege E10 und E11.

Das Regenwassermanagement folgt den Prinzipien einer klimaangepassten Schwammstadt. Oberflächenwasser wird auf dem Grundstück über versickerungsfähige Beläge entwässert und trägt somit direkt zur Grundwasserneubildung vor Ort bei.

Die Bauarbeiten für den Stadtplatz liefen von April 2022 bis März 2025. Die Baukosten lagen bei rund 900.000 Euro.

Quelle: Stadt Potsdam