Potsdam: Netzwerk für die Arbeit mit Messie-Klientel gegründet

Wegweiser nach links zum RBB und geradeaus zur Universität
Wegweiser zu RBB und Universität (Symbolbild) · Foto: geradepassiert-potsdam.de

Ein „Netzwerk für die Arbeit mit Messie-Klientel in Potsdam und Potsdam-Mittelmark“ hat sich auf einem gestrigen Fachtag gegründet, zu dem der AWO Bezirksverband Potsdam eingeladen hatte. Vertreter*innen aus der Wohnungsnothilfe und den Beratungsstellen sowie aus der Verwaltung von Stadt und Kommunen und die bei der AWO Potsdam ausgebildeten Messie-Fachkräfte trafen sich im AWO Kulturhaus Babelsberg, um ein solches Netzwerk aufzubauen.

Der Bedarf an einer respektvollen und strukturierten fachlichen Begleitung von Menschen, die unter pathologischem Horten oder Vermüllungsproblemen litten, werde von allen Seiten „gesehen und auch für wichtig erachtet“, sagte Angela Schweers, Vorstandsvorsitzende der Potsdamer Arbeiterwohlfahrt, zur Eröffnung des Fachtags. Bereits vor drei Jahren hatte sich in der Landeshauptstadt im Rahmen der Aktualisierung des Potsdamer Wohnungsnotfallkonzepts eine Arbeitsgruppe „Messies“ gegründet.

„Trotzdem sind wir immer noch weit davon weg, eine entsprechende Fachstelle aufzubauen, weil die finanziellen Mittel dafür nicht bereitgestellt werden“, so Angela Schweers.

Umso dankenswerter sei es, dass sich elf AWO Mitarbeitende aus dem Familienhaus, dem Frauen-Wohnen oder der Ambulanten Wohnungshilfe für das Thema aufgeschlossen und die einjährige Weiterbildung zur Messie-Fachkraft im November vergangenen Jahres abgeschlossen hätten.

Das am gestrigen Freitag gestartete Netzwerk bietet die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln, um Menschen mit Messie-Syndrom frühzeitige Unterstützung anbieten zu können und drohenden Wohnungsverlust zu verhindern.

Quelle: AWO Potsdam 2